Das Eidgenössische Turnfest lockte neben 300’000 TeilnehmerInnen und BesucherInnen auch 9 Mitglieder der Männerriege Auw nach Lausanne. Erstmals wurde am Turnfest auch ein Unihockeyturnier durchgeführt. Unsere Informationen, dass es sich um ein Turnier für Männerriegen handelt, war aber falsch. Es war ein Turnier für aktive Turnvereine, deren Spieler locker unsere Söhne sein könnten.

Wer A sagt, muss bekanntlich auch B sagen. So verbrachten wir den längsten Tag des Jahres mehrheitlich in einer überhitzten Dreifachhalle. Die Stimmung innerhalb des Teams, wie auch bei unseren Gegnern war aber ganz hervorragend. Somit machte auch der Sport sehr viel Spass. Der sportliche Anlass verlief für uns zum Glück unfallfrei und erst noch erfolgreich.

Aber starten wir doch beim Anfang. Am Freitagmorgen, 9 Uhr, machten wir uns mit dem ÖV auf den Weg nach Lausanne. Zwei Reisende nahmen den Weg bereits am Tag zuvor unter die Räder, aber unter die Fahrräder. Der Turnverein hatte für uns die Festkarten und die Schlafplätze auf dem Campingplatz organisiert. Nach dem «Zimmerbezug» im Zelt machten wir uns mit den diversen Sport- und Festplätzen bekannt. Ein Besuch in der Unihockeyhalle gehörte dazu. Dort spielte am Freitag bereits eine Mannschaft des STV und das Spieltempo beeindruckte uns sehr.

Den Nachmittag und Abend verbrachten wir auf dem Festplatz am See mit Essen, Trinken, Staunen, Lachen und Austesten der Stabilität der Festbänke und Tische. Am Samstagmorgen traf sich dann die übermüdete Mannschaft im STV-Zelt. Grund für die Müdigkeit war aber nicht der lange Ausgang, sondern der Lärm auf dem Campingplatz. Ein Mitglied zog es sogar vor, für die zweite Nacht ins Hotel zu wechseln. Und es schlief sich hervorragend im Einzelzimmer, auch wenn es nicht die «Präsidentensuite» war.

Am Samstagmittag starteten wir dann ins Turnier. Die ersten Spiele verliefen eher harzig. Ein Wechsel unseres Coaches brachte dann aber die Wende und den nötigen Erfolg. Ein Glück, einen so cleveren «Taktikfuchs» im Team zu haben. Die Teilung des Teilnehmerfeldes schafften wir mit dem dritten Platz. Im ersten Spiel der K.o.-Phase unterlagen wir dann leider einer starken Mannschaft aus Waldstatt. Trotz der Niederlage liessen wir uns von unseren Fans feiern und starteten dann zufrieden in eine zweite Nacht auf dem Festplatz. Diese wurde aber deutlich kürzer als die erste Nacht.

Was bleibt uns in Erinnerung? Es ist nicht die perfekte Organisation des ETF, denn diese war eher mässig. Uns bleibt die Kameradschaft, die Sportlichkeit, die Geselligkeit und die Unterstützung unseres Fanclubs in Erinnerung. Der Turnverein hat uns während den Spielen lautstark auf der Tribüne unterstützt. Dies hat uns sehr beeindruckt und zeigt auf wie gut auch der Zusammenhalt über Generationen funktionieren kann. Wir sind eine der ganz wenigen Männerriegen mit eigenem Fanclub. Und wir sind, leider nicht offiziell, die beste Unihockey-Männerriege der Schweiz nach diesem ETF.

Herzlichen Dank dem STV für die Organisation und die Unterstützung. Herzlichen Dank an unseren Fanclub, ohne euch hätten wir das nicht geschafft. Herzlichen Dank auch allen mitgereisten Kollegen, welche mit Schalk und lustigen Sprüchen eine grossartige Reise möglich gemacht haben. Nach dem ETF ist vor dem ETF. Seit 1894 findet das ETF im Jahr 2031 wieder einmal im Tessin statt. Sicher ein Grund für die Männerriege Auw wieder daran teilzunehmen.